Wildkirsche (Prunus avium)
Die kultivierte heimische Kirsche ist einer der wenigen Obstbäume, deren wildwachsende Vorfahren in Europa heimisch sind. Sie ist ein mittelgroßer Baum, der in Wäldern und Gehölzen leicht zu erkennen ist, wenn er Ende April blüht. Seine weißen, zahlreichen Blüten bieten Bienen im Frühling Nektar. Die Kirsche gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die kleinen Früchte der Wildkirsche schmecken süß-säuerlich und werden zur Herstellung von Schnaps, Früchtetees, Likören, Marmeladen usw. verwendet. Ihre jungen Blätter und Stängel haben eine heilende Wirkung. Besonders geschätzt wird das rötliche Holz des Baumes, das sehr geschätzt wird und auch zur Herstellung von Furnieren verwendet wird.
Winterlinde (Tilia cordata)
Die Winterlinde ist sehr eng mit der Sommerlinde (Tilia platyphyllos) verwandt, sodass die beiden Arten im Volksmund manchmal als ein und derselbe Baum betrachtet werden. Die einheimischen slowenischen Namen der beiden Bäume, Lipovec und Lipa, können den irreführenden Eindruck erwecken, dass erstere die männliche Pflanze der letzteren ist. Tatsächlich handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Arten. Beide sind in der Imkerei wichtig, wobei die Winterlinde in den Wäldern des größten Teils Sloweniens häufiger vorkommt. Honig aus den Blüten beider Arten wird allgemein als „Lindenhonig“ bezeichnet. Beide Arten haben herzförmige Blätter, Tilia cordata hingegen hat kleinere Blätter mit leicht unterschiedlicher Nervatur und mehr Blüten pro Blütenstand. Die Blüten werden auch zur Herstellung von Kräutertees verwendet. Das Holz der Winterlinde ist relativ weich und eignet sich gut zum Schnitzen.
Weißtanne (Abies alba)
Die Weißtanne ist ein Nadelbaum, der in Slowenien natürlich vorkommt und bis zu 50 Meter hoch werden kann. Ihre Nadeln unterscheiden sich von denen der Fichte durch die zwei markanten weißen Streifen auf der Unterseite; sie haben stumpfe, nicht scharfe Spitzen. Die Weißtanne in Sloweniens Wäldern geht zurück, möglicherweise aufgrund von saurem Regen in der Vergangenheit oder Dürre. Ihre Gefährdung hat stark zugenommen, wie das weit verbreitete Wachstum der Tannenmistel zeigt. Bienen besuchen die Weißtanne, um Honigtau zu sammeln, eine süße Substanz, die von bestimmten Insekten ausgeschieden wird, die sich vom Saft der Tanne ernähren. Bienen verarbeiten diesen Honigtau dann zu Tannenhonig. Zu den honigtauproduzierenden Insekten, die in slowenischen Bäumen vorkommen, gehören drei verschiedene Arten von Blattläusen und Schildläusen. Die Weißtanne enthält duftende Harze und ätherische Öle, deren Aromen im Tannenhonig erhalten bleiben.