Geben Sie über £50 aus und erhalten Sie £5 Rabatt. Geben Sie WTFA - 73462 an der Kasse ein.
Geben Sie über £150 aus und erhalten Sie £20 Rabatt. Geben Sie WTFB - 64592 an der Kasse ein.
Versand: Versandkosten ab GBP £1.88

950. Jahrestag der Gründung der Abtei in Hronsky Benadik

Serie
GBP £2.56
Bogenserie
GBP £15.38
Ersttagbriefe
GBP £3.42
Über 950. Jahrestag der Gründung der Abtei in Hronsky Benadik

Das Kloster wurde 1075, möglicherweise sogar etwas früher, von Géza I. von Ungarn gegründet. Den Kern des Klosters bildeten die Abteikirche und die Klostergebäude rund um den sogenannten Paradieshof an der Südseite. Die ursprüngliche romanische Kirche aus der Zeit der Klostergründung bestand aus einem recht großen dreischiffigen Bau mit drei halbrunden Apsiden an der Ostseite und zwei Türmen an der Westseite. Der Grundriss der Kirche ist uns nur durch die archäologischen Ausgrabungen bekannt, die in den 1880er Jahren im Zuge der Restaurierung der im 14. Jahrhundert an der Stelle ihrer romanischen Vorgängerin erbauten gotischen Kirche stattfanden. Trotz späterer Umbauten weist sie bis heute eine relativ einheitliche hochgotische Form auf. Die letzte wesentliche Umgestaltung, die 1881 nach einem Brand erfolgte, folgte einem neugotischen Stil.

Die gotische Kirche ist eine teilweise Kopie des Grundrisses der ursprünglichen Kirche, eines dreischiffigen Gebäudes mit drei östlichen Chorräumen und zwei Westtürmen. Im oberirdischen Baukörper ist sie als dreischiffige Halle angelegt, wobei alle Schiffe die gleiche Höhe haben. Auf der Westseite wird der Grundriss durch eine Empore ergänzt. Elemente der architektonischen Morphologie – die polygonalen Formen der Chorräume, die Kreuzrippengewölbe, die Zwischenschiffpfeiler, die Pfeiler an den Umfassungsmauern und die steinernen Skulpturendekorationen – sind dem hochgotischen Repertoire des mitteleuropäischen Raums entnommen. Ein reich verziertes Hauptportal in der Mittelachse der Westfassade führt in die Kirche. Die Skulpturendekoration des Portals ist nicht vollständig erhalten. Die Statuen von Christus und den Evangelisten unter den Baldachinen stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Reliefs, die unter anderem die Köpfe der Propheten auf dem horizontalen Türsturz oder die Symbole der vier Evangelisten auf den Sattelkonsolen darüber darstellen, sind jedoch original. Zu den wertvollsten mittelalterlichen Teilen des Klosters zählt neben der Kirche beispielsweise die Kapelle über der Sakristei. Sie wurde zum Aufbewahrungsort der kostbaren Reliquie des Blutes Christi (sie wurde dem Kloster 1483 von König Matthias Corvinus geschenkt). Das Klosterleben in Hronský Beňadik endete im 16. Jahrhundert, woraufhin der Komplex in eine Festung gegen die Türken umgewandelt wurde.

Bibiana Pomfyová