Die zweite Ausgabe der Reihe „Sport in Bewegung“, die 2023 erscheint, widmet sich den vielfältigen Sportarten auf dem Eis.
Beim Eisstockschießen geht es darum, das Ziel möglichst genau zu treffen. Dabei dürfen Stöcke der gegnerischen Mannschaft beiseite geschoben werden. Punkte erhält die Mannschaft, deren Eisstock dem Ziel am nächsten ist. Zusätzlich gibt es Ziel- und Distanzwettbewerbe. Besonders beliebt ist das Eisstockschießen in den Alpenregionen. Es ist nicht nur ein Vereinssport, sondern auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der oft der Spaß im Vordergrund steht und nicht strenge Regeln. Häufig wird es auf zugefrorenen Seen oder Kunstrasenbahnen gespielt, in ländlichen Gebieten werden oft selbstgebaute Eisstöcke verwendet.
Eishockey ist ein schneller, körperlicher Mannschaftssport. Frühe Darstellungen von Spielen, bei denen Spieler einen Ball mit Stöcken auf dem Eis bewegen, finden sich auf niederländischen Gemälden aus dem 17. Jahrhundert. Das moderne Eishockey entwickelte sich jedoch im 19. Jahrhundert während der europäischen Kolonialisierungsbemühungen in Kanada, wo es bis heute der Nationalsport ist. Seit 1877 wird der Ball durch einen flachen Puck ersetzt. Ein Spiel dauert drei 20-Minuten-Perioden, dauert aber aufgrund häufiger Unterbrechungen oft länger. Das dynamische Spiel und die hohe Punktzahl machen Eishockey besonders spannend anzusehen.
Im Gegensatz dazu konzentriert sich Eiskunstlauf auf die Anmut der Bewegung. Während Menschen bereits in der Jungsteinzeit Schlittschuhe aus Knochen benutzten, um sich über das Eis zu bewegen, wurde Schlittschuhlaufen in der modernen Geschichte zu einem beliebten gesellschaftlichen Zeitvertreib. Schlittschuhe mit befestigten Stahlkufen, die im späten 19. Jahrhundert eingeführt wurden, ermöglichten die Ausführung von Figuren, Drehungen und Sprüngen. Heute umfassen die Wettbewerbe Einzellauf der Männer und Frauen, Paarlauf und Eistanz, bei denen Sprünge nicht erlaubt sind. Schlittschuhlaufen und Eistanz sind ebenfalls beliebte Freizeitaktivitäten, bei denen Enthusiasten mit unterschiedlichem Grad an Eleganz über das Eis gleiten können.